GRENZENLOS LEBEN – Der Podcast – 255 - Was ist Grundrauschen im hier gemeinten Sinne? Technisch ist Grundrauschen klar definiert. Das Grundrauschen ist das unvermeidliche Eigenrauschen eines elektronischen oder akustischen Systems – also die minimale Hintergrundlautstärke oder Signalstörung, die auch ohne Nutzsignal vorhanden ist. Es bezeichnet die kleinste Signalintensität, die ein Messgerät oder Empfänger von sich aus produziert. Es bestimmt die Empfindlichkeitsgrenze eines Systems. Anders formuliert: Es ist das konstante Basissignal eines Messgeräts, das auch ohne Analyten (also ohne eigentliche Messsubstanz) vorhanden ist. Als Mensch hast Du dies auch – doch dazu später mehr. In der Kommunikation und im Marketing bezeichnet es metaphorisch die ständige, unterschwellige Präsenz von Informationen, Marken oder Diskussionen in der Öffentlichkeit – ein Hintergrundgeräusch in der Wahrnehmung. Auch hierauf kommen wir noch zurück. Psychologie und kognitive Wissenschaft meinen damit das ständige Aktivitätsniveau des Gehirns oder der Sinne – also Hintergrundsignale, die immer vorhanden sind, selbst ohne äußere Reize. Wir kommen unserem Thema näher. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Grundrauschen das permanente Hintergrundgeschehen, das eine Situation begleitet, ohne im Vordergrund zu stehen. Wir sind am Ziel - fügen wir die Definitionen nun zusammen. “Moderne“ Gesellschaft wird organisiert, um die Menschen durch das permanente Hintergrundgeschehen gefangen zu halten, verschärft durch gezielte Kommunikation und Marketing. Dieses allgegenwärtige Grundrauschen macht etwas mit den Menschen. Ganz schlicht formuliert, entfremdet es den Menschen von sich selbst. Es ver-rückt ihn, was den tieferen Sinn des Wortes “verrückt” erklärt. Und genau dieses “Verrücken” erzeugt nun das technische Grundrauschen im Menschen – ein vermeidbares Eigenrauschen, welches den Menschen ultimativ von sich selbst ablenkt und entfremdet und die lebensnotwendigen physiologischen Hintergrundsignale stört und überlagert. Das Ergebnis ist dramatisch. Der Mensch wird ununterbrochen von sich selbst abgelenkt und sehr viel schneller als die meisten Menschen es sich vorstellen, sich selbst entfremdet. Er wird steuerbar – steuerbar durch das ununterbrochene Rauschen, das es ihm unmöglich macht, sich mit sich und seinem Ich zu verbinden. Man kann es auch die Zombifizierung der Gesellschaft nennen. Das Abstellen des Grundrauschens macht viele Menschen schier verrückt. Grundrauschen macht es allerdings unmöglich, zu sich selbst zu finden. Wenn Du zu Dir finden möchtest, musst Du es zuerst abstellen. Erst dann kann mein Buch Dein Weg zu Dir Ratgeber sein. Es ist ein Kompass, der auf den richtigen Lebensweg (zurück) führt und der den Rückzug von dem Lärm der Gegenwart ermöglicht. Grundrauschen ist mittlerweile sehr tief in den Alltag vieler Menschen eingewoben, so dass es einige Zeit braucht, es nachhaltig aus dem Alltag zu entfernen. Nahezu alles im heutigen Alltag erzeugt Grundrauschen, was es umso schwerer macht, es bewusst und aktiv zu entfernen. Social Media, Medien, Kommunikation, übertriebenes Telefonieren – die Liste ist wirklich sehr lang, um nicht von Endlos zu sprechen. Pausen können aktiv vor dem Grundrauschen schützen. Aktive Pausen und aktives Einhalten schützen den Menschen vor dem gegen ihn gewandten Grundrauschen. Genau deshalb wird Rastlosigkeit an vielen Stellen aktiv ins Leben eingebracht … Ein wichtiges Tool im Umgang mit dem ununterbrochenen Grundrauschen ist das Pareto-Prinzip, das ich in diesem Beitrag besprochen habe. Fassen wir zusammen: Mit Grundrauschen gibt es kein echtes grenzenloses Leben, denn das Grundrauschen baut bewusste und unbewusste Grenzen in Dich ein. Erst wenn Du das verstehst und das Grundrauschen aus Deinem Leben entfernst verstehst Du wirklich: The best is yet to come!
Ich würd auch sagen, es geht hier um gesellschaftlich gefördertes Suchtverhalten.
Sucht = falsches Suchen, wie Suche nach scheinbarer Ersatz-Erfüllung, scheinbaren Ersatz-Werten und Ersatz-Wichtigkeiten, wenn echte Erfüllung, Werte und Wichtigkeiten außer Reichweite erscheinen...
(Das wurde sogar bei Experimenten mit Ratten... demonstriert)
Besonders arg is es, wie viele junge Menschen schon sogar unterwegs während des Gehens kontinuierlich auf ihr Smartphone starren, auch wenn sie dazu noch ein Kind im Kinderwagen vor sich herschieben, oder auch beim Straßen Überqueren.
Wenn ich manchmal solche Leute gefragt habe, ob sie früher auch auf die Idee gekommen wären, während dem Gehen ein Taschenbuch zu lesen, bekam ich mehr oder weniger verständnislose Reaktionen.
Und ganz zu schweigen von dem Wahnsinn, dass manche Autofahrer während der Fahrt (manchmal auch beim Abbiegen) auf ihrem Smartphone lesen oder schreiben...
Deshalb suche ich als Fußgänger mittlerweile auch vor dem Zebrastreifen schon den Blickkontakt mit den Autofahrern.
Die Menschen sollen entkoppelt und abgelenkt werden. Verwirrte, entkoppelte Menschen sind bequeme Untertanen.
Leider klappt das ausgerechnet beim vermeintlichen "Volk der Dichter und Denker" erschreckend perfekt.
Auf der Straße kam mir mal eines dieser Opfer entgegen. Vielleicht 16- 18 Jahre alt. Blick aufs Handy und drohte auf dem Bürgersteig in mich hereinzulaufen.
Ich bin stehengeblieben, habe meinen Arm auf seiner Stirnhöhe ausgestreckt und er ist voll gegen meine Hand gelaufen.
Das geschockte Gesicht war herrlich. Ich hoffe, er hat daraus was gelernt. 😅
Die oberflächlichen zeitfüllenden Gespräche sind mittlerweile überall. Kürzlich saß ich draußen in einem Café wie immer mit einem Buch, an jedem kleinen Tisch zwei Stühle. Eine junge Frau fragte mich, ob sie sich an meinen Tisch setzen könnte, ich bejahte. Kaum saß sie, holte sie ihr Handy raus und fing an zu telefonieren. Als sie kurz pausierte, meinte ich, ob das jetzt die ganze Zeit so gehen würde. Sie war total echauffriert und eine andere junge Frau einen Tisch weiter sprang ein und bot den leeren Stuhl an ihrem Tisch an. Ich bekam verständnislose Blicke zugeworfen. Den Menschen fällt es nicht mehr auf, dass sie permanent Selbstgespräche führen, wenn sie nicht gerade in einer „Gruppe“ sind. Und wenn sie dann in Gesellschaft sind, holen sie ihre Handys raus. Es ist Flucht, permanente Flucht vor sich selbst und der Leere.
Dein Telefon-Beispiel: Ein Bekannter hat während eines Gesprächs zu seinem Handy gegriffen, weil er eine Nachricht erhielt .Ich bin sofort aufgestanden und gegangen.
Dieser Bekannte war auch nur Grundrauschen, das habe ich sofort abgestellt.
Das deutsche Drecks-Auto, mit dem wir vor fast einem Jahr zum Flughafen Frankfurt fuhren, um das Grundrauschen zurückzulassen, ermahnte mich laufend, in der Mitte der Fahrbahn zu fahren und mich an die Geschwindigkeit zu halten.
Ich würd auch sagen, es geht hier um gesellschaftlich gefördertes Suchtverhalten.
Sucht = falsches Suchen, wie Suche nach scheinbarer Ersatz-Erfüllung, scheinbaren Ersatz-Werten und Ersatz-Wichtigkeiten, wenn echte Erfüllung, Werte und Wichtigkeiten außer Reichweite erscheinen...
(Das wurde sogar bei Experimenten mit Ratten... demonstriert)
Besonders arg is es, wie viele junge Menschen schon sogar unterwegs während des Gehens kontinuierlich auf ihr Smartphone starren, auch wenn sie dazu noch ein Kind im Kinderwagen vor sich herschieben, oder auch beim Straßen Überqueren.
Wenn ich manchmal solche Leute gefragt habe, ob sie früher auch auf die Idee gekommen wären, während dem Gehen ein Taschenbuch zu lesen, bekam ich mehr oder weniger verständnislose Reaktionen.
Und ganz zu schweigen von dem Wahnsinn, dass manche Autofahrer während der Fahrt (manchmal auch beim Abbiegen) auf ihrem Smartphone lesen oder schreiben...
Deshalb suche ich als Fußgänger mittlerweile auch vor dem Zebrastreifen schon den Blickkontakt mit den Autofahrern.
Die Menschen sollen entkoppelt und abgelenkt werden. Verwirrte, entkoppelte Menschen sind bequeme Untertanen.
Leider klappt das ausgerechnet beim vermeintlichen "Volk der Dichter und Denker" erschreckend perfekt.
Auf der Straße kam mir mal eines dieser Opfer entgegen. Vielleicht 16- 18 Jahre alt. Blick aufs Handy und drohte auf dem Bürgersteig in mich hereinzulaufen.
Ich bin stehengeblieben, habe meinen Arm auf seiner Stirnhöhe ausgestreckt und er ist voll gegen meine Hand gelaufen.
Das geschockte Gesicht war herrlich. Ich hoffe, er hat daraus was gelernt. 😅
Die oberflächlichen zeitfüllenden Gespräche sind mittlerweile überall. Kürzlich saß ich draußen in einem Café wie immer mit einem Buch, an jedem kleinen Tisch zwei Stühle. Eine junge Frau fragte mich, ob sie sich an meinen Tisch setzen könnte, ich bejahte. Kaum saß sie, holte sie ihr Handy raus und fing an zu telefonieren. Als sie kurz pausierte, meinte ich, ob das jetzt die ganze Zeit so gehen würde. Sie war total echauffriert und eine andere junge Frau einen Tisch weiter sprang ein und bot den leeren Stuhl an ihrem Tisch an. Ich bekam verständnislose Blicke zugeworfen. Den Menschen fällt es nicht mehr auf, dass sie permanent Selbstgespräche führen, wenn sie nicht gerade in einer „Gruppe“ sind. Und wenn sie dann in Gesellschaft sind, holen sie ihre Handys raus. Es ist Flucht, permanente Flucht vor sich selbst und der Leere.
Das Bild zu diesem Beitrag ist übrigens super!
Ja, die Leere ist bewusst produziert von ihren Handlern. Danke für das Feedback.
Dein Telefon-Beispiel: Ein Bekannter hat während eines Gesprächs zu seinem Handy gegriffen, weil er eine Nachricht erhielt .Ich bin sofort aufgestanden und gegangen.
Dieser Bekannte war auch nur Grundrauschen, das habe ich sofort abgestellt.
Das deutsche Drecks-Auto, mit dem wir vor fast einem Jahr zum Flughafen Frankfurt fuhren, um das Grundrauschen zurückzulassen, ermahnte mich laufend, in der Mitte der Fahrbahn zu fahren und mich an die Geschwindigkeit zu halten.
Auch das ist Grundrauschen.
Braucht kein Mensch.